Erfahrungsberichte

​Neural Somatic Integration®
 
Ein persönlicher Bericht​​



(Folgender Text über die  Arbeit mit Arthur Munyer

ist in der Ich-Form geschrieben und beschreibt die Arbeit,

die jetzt als „Neural Somatic Integration®“ bekannt ist. Einiges davon

ist veraltet, da Arthur die Prozesse  und  Methoden der Arbeit weiterentwickelt

hat. Ich biete dies als Grundlage zu den Prinzipien und Praktiken

an, die im NSI-Handbuch beschrieben sind.)

Arthur Munyer sitzt mir direkt gegenüber. Wir sitzen beide in identischen Ikea Stühlen mit dem Unterschied, dass auf dem von  Arthur ein Schaffell liegt. Unsere Knie berühren sich fast. Wir befinden uns im Anbau von Arthurs Haus in Carmel, Kalifornien. Ringsherum sind Fenster durch die man einen sattgrünen, von Bäumen eingefassten Garten sieht. Sonnenlicht strömt in den Raum und wird von einem hängenden Kristall funkelnd gebrochen. An der Wand hängt ein Bild von Händen, die ein Neugeborenes halten. Es gibt mehrere „Altäre“ im Raum, mit verschiedenen Objekten: Figuren, Kristalle, Bilder von spirituellen Lehrern.



Ich bin für eine Triggerpunktmassage zu Arthur gekommen, um eine chronische Versteifung des Nackens und Schmerzen, die ich seit beinahe 10 Jahren habe, behandeln zu lassen. Ich habe  schon fast alle Arten von Heilmitteln ausprobiert, die man sich für mein  Leiden vorstellen kann: Tiefengewebsmassage, Chiropraxis, Körpertherapie, Dehnübungen, Reizstromtherapie, Magnete, Ölessenzen, Psychotherapie, Antibiotika, Cortison und Nahrungsergänzungsmittel in Hülle und Fülle. All das hat bis zu einem gewissen Grad oder zeitweilig geholfen, aber mein Bewegungsradius ist nach wie vor um 30 % eingeschränkt und der Schmerz akut. Arthur ist mein neuester Versuch. Die Frage nach einer Empfehlung für einen Triggerpunktmasseur, bei der örtlichen Massageschule, erbrachte nur einen Namen: Arthur Munyer.



Arthur Munyer ist ein fortgeschrittener Lehrer für Esalen® Massage, ein Somatic Experiencing® Anwender und Triggerpunkttherapeut. Er praktiziert und unterrichtet seit mehr als 30 Jahren Körperarbeit, Techniken für spirituelle und emotionale Heilung am Esalen® Institut in Big Sur und anderen Orten des USA, Südamerika, Europa und auf Bali. Er ist ebenfalls ein Sivananda® Yoga Lehrer. Er hat seine eigene, einzigartige, körperorientiert Heilungsarbeit entwickelt, die er die Munyer Methode™ nennt.



Arthur und ich unterhalten uns. Tatsächlich unterhalten wir uns, bei dieser ersten Sitzung, die ganze Zeit über. Es gibt eine Massagebank direkt neben uns und ich erwarte natürlich, die meiste Zeit darauf zu verbringen. Aber Arthur hat andere Vorstellungen. Er möchte, dass ich ihm erzähle was das Beste war, das mir in den letzten 24 Stunden widerfahren ist. Ich möchte von meinem Nacken erzählen, aber Arthur scheint daran nicht so sehr interessiert zu sein. Stattdessen fragt er, was mir im Laufe des Tages die größte Freude bereitet hat. Ich denke darüber nach und beschreibe einen Moment an dem ich durch den Point Lobos Nationalpark, der direkt oberhalb der Straße liegt, gegangen bin. Ich beschreibe die natürliche Schönheit des Ortes, die Frische der Luft, die dramatische Verbindung  von Land und Meer, die einzigartige Geologie, die Robben, Otter und Seelöwen. Ich beginne mich zu entspannen. Arthur fällt auf, dass meine Beine zittern.



„Verlangsame das mal“, sagt er und führt mich in eine ausgedehnte, meditative Erkundung meines Körpers und von Bildern, Gedanken und Gefühlen, die aufkommen während ich meine Beine langsamer und langsamer bewege, bis hin zu Mikrobewegungen, die fast nicht mehr als Bewegungen zu erkennen sind. Mein Geist beginnt umherzuschweifen, von Bildern meiner Kindheit zur Erinnerungen an eine schmerzhafte Scheidung vor über 40 Jahren, Gefühle gegenüber meiner Mutter, die Beziehung zu meiner jetzigen Ehefrau, Arbeitslosigkeit, Fatigue, Depression und Nackenschmerzen.



Während der gesamten Reise beobachtet Arthur mich genau und hört mir zu, er hört nicht so sehr auf die Geschichte, als vielmehr auf etwas in meiner Stimme oder vielleicht etwas, das in meinen Körperbewegungen liegt. Manchmal sitzen wir für eine Weile in Stille, ohne dass einer von uns für geraume Zeit etwas sagt. Arthur bittet mich in regelmäßigen Abständen,  in meinen Körper zu spüren. „Spürst du etwas in deinen Händen? Spürst du Hitze in deinem Gesicht?“ Nach einer Weile bittet er mich, im Raum umher zusehen. Dazu hatte er mich schon im ersten Moment eingeladen, als ich mich hingesetzt hatte. „Schau dich einfach mal um“, sagte er. „Was nimmst du wahr?“ Ich kommentierte die Spinnennetze, die ich außerhalb der Fenster sehe, das Grün der Büsche und die Wärme des Sonnenlichts. Jetzt fragt Arthur: „Bemerkst du einen Unterschied?“ Ich scanne den Raum erneut und sage: „Die Dinge sehen strahlender aus, grüner, mehr 3dimensional.“  Ich sehe ein Bild, das ich  zuvor nicht wahrgenommen habe. „Wie fühlt sich dein Nacken an?“, fragt Arthur und bittet mich meinen Hals vorwärts und rückwärts zu beugen. „Ungefähr genauso“,  sage ich. „Nun, daran müssen wir arbeiten“, sagt Arthur. Und schließlich tun wir das – auf das Intensivste. Arthur ist definitiv ein Triggerpunktmasseur. Er benutzt eine Vielzahl unterschiedlicher Körperarbeitstechniken, um meinen Hals zu entspannen und bewegt ihn auf eine Art und Weise, wie er sich seit Jahren nicht mehr bewegt hat. Aber wir fangen jedes Mal auf die gleiche Weise an: Schau dich im Raum um. Erzähl mir von etwas Positivem, das dir heute passiert ist. Wahrnehmen von unbewussten Gesten oder Bewegungen. Verlangsamen. Folge deinen Gedanken, Gefühlen, Bildern in dir selbst. Erkenne sich wiederholende Geschichten. Erlaube Gefühlen, hoch zu kommen und sich auszudrücken. Komm in die Gegenwart zurück. Orientiere dich erneut im Raum. Und dann, wenn danach gefragt wird, Körperarbeit. Nach einiger Zeit beginne ich zu verstehen, was Arthur tut. Die Munyer Methode™ ist ein integrierter therapeutischer 4-Körper Prozess (physisch, mental, emotional und spirituell), um Traumata durch die Freisetzung blockierter und verdichteter Energien zu heilen. Ich dachte ich hätte mich für „Triggerpunktmassage“ angemeldet, eine Methode, die von Janet Travell in den 60er Jahren entwickelt wurde, die eine Kombination von Druck und Injektionen beinhaltet, um Triggerpunkte, Verspannung innerhalb von Muskeln und Gewebe des physischen Körpers zu lösen. Arthur arbeitet nicht mit Injektionen. Und obwohl er die Anatomie so gut wie jeder andere Therapeut, mit dem ich gearbeitet habe, kennt, liegt sein Interesse im wahren Yoga, einer Integration von Körper, Verstand und Geist. Von den vier Körpern ist der physische der offensichtlichste. Es ist der Ort, wo die meisten Massagen beginnen und aufhören. Dort findet man Muskeln, Sehnen, Knorpel, Bindegewebe, Knochen, Lymphflüssigkeit und Blut. Laut Arthur und vielen anderen Körpertherapeuten und Lehrern speichert der Körper unterschiedlichste Arten von Traumen, in Fällen von schweren oder anhaltenden Traumen zeigt er körperliche Symptome. Das Trauma kann physischer Natur sein, einschließlich der Geburt selbst, kann aber auch psychologisch, emotional oder spirituellen Ursprungs sein. Das Leben stellt viele Gelegenheiten für Traumatisierung bereit. Beginnend beim Ursprung der Geburt, der Verwirrung und dem möglichen Missbrauch während der Kindheit sowie während der emotional belastenden Phase des Erwachsenwerdens, scheiternden Beziehungen, Ausbildungsfrust, das gelegentliche von einem Holzklotz herunterfallen oder ein Schleudertrauma, das durch einen Auffahrunfall verursacht wurde. Jedes von den genannten wird, wenn es schwer genug war oder für eine lange Zeit erfahren wurde, sehr wahrscheinlich, zu krankhaften Symptomen führen. Ein steifer Nacken ist eine geläufige Folge von Trauma. Der Nacken erweist sich als sehr empfindlich, unabhängig davon ob die Traumatisierung durch ein Schleudertrauma oder langes Arbeiten am Computer hervorgerufen wurde. Der untere Rücken ist ebenfalls eine beliebte Stelle.



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